S.M.A.R.T
Self Monitoring, Analysis and Reporting Technology

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Inhalt

Zusammenfassung für Entscheider
Über S.M.A.R.T
Wichtige S.M.A.R.T Attribute
Erfassung mit Smart-Inventory
Zusammenfassung


Zusammenfassung für Entscheider

Die Firmware moderner Festplatten verfügt über das Selbstdiagnose Modul S.M.A.R.T, was für Self Monitoring, Analysis and Reporting Technology steht. Durch S.M.A.R.T werden permanent verschiedene Parameter der Festplatte überwacht wie der Zeitbedarf für das Anlaufen, die Anzahl der defekten Sektoren oder die Gehäusetemperatur. 

In einem Großversuch bei Google wurde eine signifikante Korrelation der durch S.M.A.R.T signalisierten Fehler mit dem Ausfall einer Festplatte nachgewiesen.

Smart-Inventory erfasst diese Selbstdiagnose-Parameter - ebenfalls ohne Rollout von Agenten oder andere Eingriffe in das Netzwerk - und hilft so, durch Festplatten verursachte Rechnerausfälle zu vermeiden.

Über S.M.A.R.T

Die Abkürzung S.M.A.R.T bezeichnet ein System zur Selbstdiagnose bei Festplatten. Dabei werden durch die Elektronik des Festplattenlaufwerkes verschiedene Betriebsparameter von Mechanik und Elektronik erfasst, die man als S.M.A.R.T Attribute bezeichnet.

Ein S.M.A.R.T Attribut wird gebildet durch das Quadrupel:

Aktueller Wert, schlechtester Wert und Schwellenwert sind auf ein Byte normiert, d.h. sie können nur Werte zwischen 0 und 255 annehmen. Der Anfangswert eines Attributes ist in der Regel 253. Dieser Wert verringert sich, wenn sich der korrespondierende Betriebsparameter verschlechtert. Eine kritische Situation liegt vor, wenn der Wert des Attributes kleiner als der dazugehörende Schwellenwert ist.

Ein Schwellenwert von 0 ist ein Spezialfall. Er zeigt an, dass das Attribut nur informativen Charakter hat.

Der Rohwert eines Attributes wird in drei Byte gespeichert. Er korrespondiert mit dem durch das Attribut gemessenen physikalischen Parameter der Festplatte. Für das gleiche Attribut kann der Rohwert herstellerspezifisch Unterschiede aufweisen.

Wichtige S.M.A.R.T Attribute

Mit Stand 2012 werden mehr als 60 S.M.A.R.T Attribute unterschieden. Im Folgenden sollen sechs davon aus den Gruppen

besrochen werden.

Wichtige S.M.A.R.T Attribute aus der ersten Gruppe (einen Festplattenausfall ankündigende) sind:

Wichtige S.M.A.R.T Attribute aus der zweiten Gruppe (Informationen liefernde) sind:

 

Erfassung mit Smart-Inventory

Die S.M.A.R.T Attribute der lokalen Festplatten der Netzwerk Rechner werden durch Smart-Inventory im Zuge der Inventarisierung erfasst.

Über die Benutzeroberfläche lassen sich die S.M.A.R.T Attribute aus zwei Perspektiven betrachten:

Die Werte aller S.M.A.R.T Attribute der Festplatte eines einzelnen Rechners werden in einer Tabelle aufgelistet, die im Detailbereich des in der Struktur angewählten Rechners angezeigt wird. Die folgenden Attribute werden dabei besonders hervorgehoben:

Das Bild zeigt ein Beispiel.

Klicken Sie, um das Bild zu vergrössern.

Die Werte ein einzelnes S.M.A.R.T Attributes für die Festplatten aller Rechner im Netzwerk lassen sich mit Hilfe einer Abfrage darstellen. Das folgende Bild zeigt dies am Beispiel der Temperatur. Gelistet werden die Festplatten aller Rechner zusammen mit der ermittelten Temperatur.

Klicken Sie, um das Bild zu vergrössern.

Im Beispiel weist die hohe Temperatur der Festplatte von Rechner PC1155 auf ein Problem hin.

Zusammenfassung

Smart-Inventory erfasst im Zuge der Netzwerk-Inventarisierung die S.M.A.R.T Attribute aller lokalen Festplatten - ebenfalls ohne Rollout einer speziellen Analyse-Software oder andere Eingriffe in das Netzwerk.

Mit der so möglichen netzwerkweiten Auswertung der S.M.A.R.T Attribute hilft Smart-Inventory proaktiv Rechner zu erkennen, bei denen mit einem Festplattenausfall zu rechnen ist.